»STRAPAZIN #85 – Bildergeschichten über die Kindheit«
Freitag, 08. Dezember 2006 | 20 Uhr
Ausstellung und Magazin-Release »BILDER
Ausstellungseröffnung
Ausstellungsdauer: 08. — 17. Dezember 2006
»STRAPAZIN #85 – Bildergeschichten über die Kindheit«
Bereits zum zweiten Mal schafft der Kunst- und Kulturverein LINDA Ausstellungsraum für das renommierte Comic-Magazin STRAPAZIN.
Die Ausstellung „Kindheit“ präsentiert Bildergeschichten, die exklusiv für das gleichnamige STRAPAZIN-Themenheft entstanden sind. Gezeigt werden die Originale der deutschen Künstler Line Hoven, Nadia Budde und Patrick Wirbeleit sowie die Beiträge der Schweizer Zeichner Anna Sommer, Nicolas Robel und Tom Tirabosco. Die Umsetzungen des Themas sind dabei sehr unterschiedlich. Von schwarzweißer Strichzeichnung, über Kratztechnik bis hin zur farbigen Kreidemalerei haben sich die Künstler den vielfältigen zeichnerischen Möglichkeiten bedient. Es sind nachhaltige Erinnerungen an die Kindheit wie heimtückische große Brüder, Krokodile im Bauch und die Großeltern, die es den Zeichnern wert sind, sie in ihren Bildgeschichten zu verewigen.
Neben den Originalen wird die gesamte STRAPAZIN-Ausgabe zur Schau gestellt und es werden Film-Projektionen mit Episoden aus der Kindheit gezeigt.
Am Freitag, 08. Dezember öffnet LINDA ab 20 Uhr und das Erscheinen der Ausgabe kann mit den anwesenden Künstlern Nadia Budde, Line Hoven, Anna Sommer und Patrick Wirbeleit gefeiert werden.
Zur Ausgabe:
Geschichten über die Kindheit zeigen, vor allem wenn sie autobiografisch sind, Künstler von einer höchst persönlichen Seite.
Die Auswahl der Zeichner und der Beiträge erfolgte ohne das Bemühen, irgendeinen Querschnitt zeigen zu wollen oder die Geschichten auf bestimmte Formalien festzulegen.
Dementsprechend gespannt waren wir dann auf die Umsetzungen, vor allem der Beiträge, die exklusiv für dieses Heft entstanden, wie jene von Tom Tirabosco (Coverillustration), Line Hoven, Nicolas Robel, Patrick Wirbeleit, Anna Sommer und Nadia Budde. Letztere betrat als Bilderbuchillustratorin mit der kleinen Hommage an ihre Großeltern Comic-Neuland.
Treffende, wenn auch nicht exklusive Beiträge fanden wir von Blutch, Charles Berberian, Phoebe Gloeckner und Jordan Crane, einem der umtriebigen amerikanischen Zeichner aus dem Umfeld der international viel beachteten Anthologie Kramers Ergot, der dem deutschsprachigen Publikum bisher weitestgehend unbekannt ist. Ähnlich wenig Beachtung hat auch Phoebe Gloecker erfahren, wurden doch bisher lediglich zwei kürzere Geschichten Anfang der Neunzigerjahre ins Deutsche übersetzt. In Amerika dagegen werden die Arbeiten der Künstlerin kontrovers diskutiert: Sie erzählt beklemmende Kindheits- und Jugenderinnerungen, durchsetzt von pornografischen Szenen, und lässt dabei im Unklaren, ob es sich um Fiktion oder Autobiografie handelt.
Neun sehr unterschiedliche Geschichten füllen nun diese STRAPAZIN-Ausgabe. Sie erzählen vom Kindsein und von der Erinnerung daran – mal traurig, mal sehnsüchtig, mal amüsant, immer aber voller Fantasie – und zeichnen zusammengenommen ein facettenreiches Bild der Kindheit in all ihrer Vielfalt.
(Vorwort der Herausgeber)
Zum STRAPAZIN:
Das vierteljährlich erscheinende Comic-Magazin STRAPAZIN aus Zürich steht seit 20 Jahren für anspruchsvolle graphische Literatur und gilt heute als wichtigstes Forum für Avantgardecomics im deutschsprachigen Raum.
Infos zu den Künstlerinnen und Künstlern sowie gezeichnete Selbstportraits und weiteres Illustrationsmaterial stehen auf Anfrage zur Verfügung.
www.strapazin.ch